Am 04.07.2026, sozusagen zum 250sten Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 1776, erlebten die Mitglieder der Tanzsportabteilung (TSA) der TuS Neuhofen und die Mitglieder des Freundeskreis der TSA einen wunderschönen Ausflug in die Landeshauptstadt des Saarlandes.
Dass Saarbrücken tatsächlich ganz erheblichen Anteil an der Unabhängigkeit der USA hat, und sich sozusagen als Geburtshelfer bei der Loslösung der 13 britischen Kolonien in Nordamerika von Großbritannien bezeichnen darf, erfuhren die TSA’ler beim Besuch der Ludwigskirche vom bestens vorbereiteten Tourguide: Die damaligen Auftraggeber zum Bau der von uns besichtigten Ludwigskirche, Fürst Wilhelm Heinrich und Ludwig von Nassau-Saarbrücken, finanzierten die Baukosten bzw. ihre maroden Staatskassen durch den Verkauf von Söldnertruppen. Diese sollen zur Wende der Kämpfe im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zuungunsten der Briten geführt haben – damit ist das Saarland zumindest Taufpate der USA.
Weitere Funfacts, die wir mit Erstaunen und Schmunzeln erfuhren: Im Jahr 1952 nahm das Saarland als eigenständiges Team an den Olympischen Spielen in Helsinki teil. Die saarländischen Athleten traten unter der blau-weiß-rot gestreiften Flagge des Saarlands an. Als Hymne wurde die saarländische Hymne („Saarlandlied“) gespielt.
Und – Fussballweltmeister 1954 hätte eigentlich die Nationalelf aus dem Saarland werden können. In den Gruppenspielen um die Qualifikation zur WM spielte das Saarland in Gruppe 4 der Qualifikation. Das Saarland erreichte Platz 2 in der Qualifikation hinter Deutschland, weil man letztendlich die deutsche Mannschaft in Stuttgart mit 3:0 gewinnen ließ. Weiterer Funfact: Der damalige Trainer der saarländischen Nationalelf war … Helmut Schön!
Und überhaupt könnte man mit der Geschichte des Saarlands ganze Bücherregale füllen. (av)

